WÜRDE; Was wir verlieren wenn sie verloren geht. Autor: Mathias Schreiber.

Bleistiftzeichnung von HeideMarie Kull (c)

Bleistiftzeichnung, digt. bearbeitet, von HeideMarie Kull (c)

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Serie: Neue Lieblingsbücher aus meiner persönlichen Bibliothek:

Auszug:

In letzter Zeit wurde sie wieder häufig bemüht, und so mancher hat das Gefühl, dass sie in unserer Gesellschaft verloren geht: die Würde. Aber was ist Würde genau?

Mathias Schreiber spürt der Geschichte des Begriffs seit der Antike nach. Von Aristoteles und Cicero, der Würde in den Gesten der Menschen aufspürt, über die Denker der Renaissance bis hin zu Aufklärern wie Kant, Schiller und Hegel, die Würde zu einem bedeutenden Begriff machten, der schließlich auch in unser Grundgesetz Eingang fand. Die Debatte um die Würde ist damit aber noch lange nicht abgeschlossen. Würde hat sich immer auch ethischen und ästhetischen Fragen verbunden und tut das noch heute. Die aktuelle Tendenzen einer medialen Beschleunigung und der Verlust des Gespürs für Nähe und Distanz bringen die Würde jedoch zunehmend in Gefahr. Schreibers Buch ist auch ein Plädoyer dafür, der Würde wieder die angemessene Geltung in unserer Gesellschaft zu verschaffen.

Über den Autor:

Mathias Schreiber, geboren 1943 in Berlin, war neun Jahre Redakteur im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und 14 Jahre lang Kulturressortleiter beim Spiegel. Er schreibt regelmäßig für  „Spiegel Geschichte“. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit sind ideengeschichtliche Themen. Er veröffentlichte auch Bücher über Lyrik und Architektur.

Verlag: Deutsche Verlagsanstalt Anstalt München/2013/DVA

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